Cologne Conference Futures

6.-7. Oktober 2014, Wallraf-Richartz-Museum


In Kooperation mit dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, der Zentralen Intelligenz Agentur, dem Deutsche Telekom Shareground, der Stiftung Mercator, mit der Stadt Köln und mit Unterstützung des WDR – Westdeutscher Rundfunk Köln.


Der Schock der Gegenwart und die Legende von der »digitalen Gesellschaft«

Gegenwärtig erleben wir in besonderer und praktischer Weise die Wirkungen eines technologischen Umbruchs, die sich mit der Entwicklung von Informationstheorie und Kybernetik in den 1940er Jahren angedeutet haben. Universelle, mobile Computerisierung, ein intensivierter militärisch-geheimdienstlicher Überwachungskomplex, außerordentlich profitable Daten- und Wissenskonzerne neuen Typs, vor allem in den USA – dies alles beschäftigt nicht mehr nur Unternehmen, Regierungen oder Trendforscher, sondern mittlerweile jeden Bürger. Angesichts dieser Ballung von Chancen und Problemstellungen spricht der Medienforscher Douglas Rushkoff vom »Present Shock«, in Erweiterung von Alvin Tofflers berühmten Beobachtungen zum »Future Shock« aus dem Jahr 1970.

Die internationale Konferenz Cologne Conference Futures (CCF) bietet eine Plattform, um zu diskutieren, wie sich dieser Schock der Gegenwart (Rushkoff: »Why everything happens now«) mit Analysen zur Medien- und Technikevolution erklären lässt. Technologische, soziologische und politökonomische Vektoren werden in den momentanen Debatten zur »Digitalisierung« häufig nicht genügend präzisiert – etwa bei der gängigen aber hochproblematischen Formel einer »digitalen Gesellschaft«.

Zum dritten Mal laden die Cologne Conference Futures in den Stiftersaal des Kölner Wallraf-Richartz-Museum zum Austausch mit hochkarätigen Referenten, unter anderem dem Technikhistoriker George Dyson (»Turings Kathedrake«) und Oxford-Professor Nick Bostrom (»Superintelligence«). In einer Abschlussdiskussion wird danach gefragt, wie sich die neuen Machtgefüge in der globalen Informations- und Kommunikationswirtschaft geopolitisch auswirken und ob es eine »europäische Identität« in diesem Komplex geben soll und kann.

Montag, 06. Oktober

10.00-13.30 Uhr, Einführung

10.30-11.45 Uhr, Presentation
»Memes, Tremes and the Future of Consciousness«
Susan Blackmore

11.45-12:12 Uhr, Kaffeepause

12.15-13.30 Uhr, Presentation
»From Analog to Digital and Back«
George Dyson

13.30-15.00 Uhr, Mittagspause

15.00-17.00 Uhr, Presentation
»Superintelligence«
Nick Bostrom

Dienstag, 07. Oktober

10.00-10.15 Uhr, Begrüßung

10.15-11.30 Uhr, Presentation
»As We May Communicate: Media Imprints on the Techno-Social Construction of Future Culture«
Gundolf S. Freyermuth

11.30-13.00 Uhr, Moderierte Diskussionsrunde
»Europa und die Geopolitik des Internets«
Moderation: Hans-Jürgen Jakobs, Handelsblatt
Prof. Dr. Wolfgang Hagen
Matthias Machnig
Dr. Ulrike Guerot