Zwischen Warhol und The Wire – Über Nähe und Distanz von Kunst und Fernsehen

Mittwoch, 29. September, 08:00 Uhr


in Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein, der KunstFilmBiennale und dem WDR


Zahlreiche Künstler arbeiten innerhalb der Gesetzmäßigkeiten von Fernsehen und nutzen diese für sich. Nach dem Vorbild von Andy Warhol wissen sie, die Regeln der Aufmerksamkeitsökonomie für sich zu nutzen, sie spielen mit der Starkultur, greifen episodische Fernsehformate wie Soaps, Fernsehshows, Musikclips oder Talkshows auf und verdrehen sie in etwas Neues. Dabei stellt sich die Frage, wie man das Verhältnis von Kunst und Fernsehen heute beschreiben kann. Was will eigentlich die Kunst vom Fernsehen, findet sie wirklich keinen Platz mehr in den aktuellen Programmstrukturen und wann wird Fernsehen zur Kunst? Die Lectures klären, inwiefern es hier einen wechselseitigen Einfluss und versammeln Regisseure, Redakteure, Wissenschaftler, Kuratoren und Künstler, um dem neuen Interesse am Fernsehen auf den Grund zu gehen.

Moderator:  Torsten Zarges, Korrespondent, kressreport, Köln

10.00-11.00 Uhr, Keynote
Was sucht die  Kunst im Fernsehen?
Matthias Michalka, Kurator Ausstellung Changing Channels, Wien

11.10-11.30 Uhr, Kaffeepause

11.30-12.00 Uhr, Präsentation, Q&A,
Die Entstehung eines neuen Spartensenders: Der Kunstkanal ‚ANDY’
Patrick Hörl, Geschäftsführer, Autentic GmbH, Oberhaching

12.00-12.30 Uhr, Präsentation, Q&A
Das Schöne, Wahre, Gute – Künstlerischer Journalismus im öffentlich- rechtlichen Fernsehen
Andreas Ammer, Regisseur DRUCKFRISCH, WDR/Das Erste, Köln

12.30-13.00 Uhr, Präsentation, Q&A
The Art of Crime: Designing TV-Series
Piv Bernth, Executive Producer KOMMISSARIN LUND: DAS VERBRECHEN II, Danmarks Radio, Kopenhagen

13.00-14.00 Uhr, Mittagspause

14.00-15.00 Uhr, Werkstattgespräch
Über Nähe und Distanz von Kunst und Fernsehen
David Simon, Writer and Producer, u.a. THE WIRE und TREME, Baltimore

15.00-15.45 Uhr, Gespräch mit Anja Nathan-Dorn
Das Fernsehen geht zu Ende. Über die Fernseharbeit von Christoph Schlingensief
Jörg van der Horst, ehemaliger künstlerischer Mitarbeiter Schlingensiefs, Leipzig

15.45-16.15 Uhr, Kaffeepause

16.15-17.30 Uhr, Präsentationen und Gespräch
Art in an Age without Content: The Inevitability of Camp
David Joselit, Professor & Chair of the Department of the History of Art, Yale University
Kalup Linzy, Künstler, New York

Anschließend im Residenz Filmtheater, Kaiser-Wilhelm-Ring, 50825 Köln

18.30 Uhr, Festivalpräsentation
KOMMISSARIN LUND: DAS VERBRECHEN II, TV Serie, 100’, DK, S, D, N 2009

20.30 Uhr Deutschlandpremiere in Anwesenheit von David Simon
TREME, TV Serie, 80’ (Pilot), USA 2010


Vom 25. September bis 19. Dezember 2010 im Kölnischen Kunstverein
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 13.00-19.00 Uhr, Sa. 11.00-18.00 Uhr

VERBOTENE LIEBE: KUNST IM SOG VON FERNSEHEN

Ausstellung mit Exponaten von Judith Barry, Joseph Beuys, Paul Chan, Mel Chin and the GALA Committee, Jaime Davidovich, Simon Denny, Kalup Linzy, Christoph Schlingensief, Ryan Trecartin, Francesco Vezzoli und Andy Warhol.