Medienkunst im/und Fernsehen

in Kooperation mit dem Medienwerk NRW und dem Ministerium für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport NRW


Das zeitgenössische Fernsehen mit seinen Unterhaltungsangeboten und Affirmationsgeboten ruft nach Mitspielern – Gegenspieler scheinen eher unerwünscht. Medienkunst hingegen zeichnet sich durch eine spezifische Kreativität und Produktivität aus: Sie leistet einen Beitrag zu Darstellung und Kritik der Moderne, ohne sich deren Funktionsbedingungen auszuliefern. Sie bildet nicht nur ab, sondern leistet sich Utopien und gewinnt damit eine Ästhetik und Aufrichtigkeit, auf die im Fernsehen derzeit ohne Not verzichtet wird. Von dem Potenzial der Kunst mit Medien könnte also beim und im Fernsehen gelernt werden. Indes stellt die Komplexität von Medienkunst in sachlicher und inhaltlicher Hinsicht eine große Herausforderung für TV-Sendungen dar. Dennoch kann die Medienkunst auf die Öffentlichkeit des Fernsehens ebenso wenig verzichten, wie das Fernsehen auf die Einladung zur Selbstreflexion durch die nach wie vor vorhandenen Provokationen und Anregungen der Medienkunst. Wie also kommt beides zusammen, was kann man voneinander oder auch gegeneinander lernen? Mit diesen und anderen Fragen sowie vielleicht produktiven Missverständnissen und Ambivalenzen beschäftigen sich Vertreter/-innen aus Medienkunst, Programmgestaltung, Wissenschaft und Journalismus.

Moderation: Dr. Sönke Dinkla, Festivalbüro Duisburg

Prof. Manfred Eichel, Universität der Künste, Berlin /
ehemaliger Redaktionsleiter ASPEKTE, ZDF
Prof. Björn Mehlhus, Professor für Bildene Kunst / Virtuelle Realitäten, Kunsthochschule Kassel & Medienkünstler
Joachim Ortmanns, Geschäftsführer, Lichtblick Filmproduktion, Köln
Dr. Uwe Rüth, Direktor, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl
Gitta Severloh, Redaktionsleiterin TITEL, THESEN, TEMPERAMENTE, Hessischer Rundfunk, Frankfurt/M
Cornelia Sollfrank, Medienkünstlerin, (NET ART GENERATOR), Hamburg
Regina Wyrwoll, Generalsekretärin, Kunststiftung NRW, Düsseldorf