Spectrum Junger Film (2004)

Bereits zum zweiten Mal präsentieren die Cologne Conference und der Internationale Filmkongress der Filmstiftung NRW herausragende Werke der nachrückenden Filmemachergeneration, in Zusammenarbeit mit der ifs internationale filmschule köln und der Kunsthochschule für Medien Köln.

Mit dem Diktum »Erster Langfilm« erschöpft sich der gemeinsame Nenner der Film-Debuts erwartungsgemäß schnell, denn das titelgebende »Spectrum« ist Programm: Die Internationalität (Beiträge aus der Schweiz, USA und Polen), verschiedene Ausbildungswege (nicht alle Regisseure sind Filmhochschüler) und persönliche Handschriften sorgen für eine große Bandbreite an Genres, Themen und filmischen Visionen.

Immerhin lässt sich die Lust an der Schlichtheit und am klassischen Genre beobachten, das, mit Varianten und Brüchen versehen, etwas neues schafft. So bekommt ein traditioneller Stoff wie der Polizeifilm »Strähl« einen anarchischen Dreh, oder ist wie der Coming-of-Age- Film »Jargo« mit rabenschwarzem Humor versetzt. »Long Gone«, ein Doku-Roadmovie, trotzt der genretypischen Melancholie und bringt Wendungen und außergewöhnlichen Stilwillen ins Spiel. All die spannenden Neu-Kombinationen entstehen mit stilsicherem Gespür für das Angemessene und Mögliche, ganz im Sinne der erzählten Geschichte.

Neben der Kunsthochschule für Medien präsentiert erstmalig öffentlich auch die ifs internationale filmschule köln ausgewählte Filme ihrer Studenten als Vorfilme. Ein zusätzliches Programm zeigt eine Reihe internationaler Kurzfilme.

Eine unabhängige Hochschuljury, bestehend aus Studenten der ifs internationale filmschule köln, der Kunsthochschule für Medien und der Theater-, Filmund Fernsehwissenschaft der Kölner Universität prämiert den besten Film der Reihe.

Die Reihe »Spektrum Junger Film« wird ergänzt durch das Panel »Langstreckenlauf – Nachwuchsfilmer über Höhen und Tiefen ihrer ersten Projekte«, das Regisseure und Darsteller erzählen lässt, wie man kontinuierlich kreativ bleiben kann.