Filmkritik im Fernsehen – mehr als nur Promotion?

präsentiert von maz & movie


Filmkritik im Fernsehen – gibt es die überhaupt? Oder sind die Bilder so übermächtig, dass der Kritiker unfreiwillig / freiwillig zum verlängerten Arm der Filmpromoter wird? Sind Verleiher überhaupt bereit, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die eine fundierte Auseinandersetzung mit ihren Filmen gewährleisten? Kinosendungen werden auf Programmplätze geschoben, die nur noch chronisch schlaflosen Cinasten zugänglich sind. Dabei bringt die Berichterstattung über Kino Glamour zu niedrigen Minutenpreisen ins Programm, schafft ein positives Werbeumfeld und basiert, in Zeiten der boomenden Kinobesucherzahlen, auf breitem Interesse beim Publikum. Warum also gibt es so wenige Kinosendungen im deutschen Fernsehen? Gerade die aktuelle Gewaltdiskussion mit all ihren Klischees und falschen Behauptungen zeigt, dass eine fachlich fundierte, kritische Auseinandersetzung mit dem Medium Film mehr als notwendig ist. Wir diskutierten mit Senderverantwortlichern, Filmverleihern und Kritikern: Wie kann es mehr Raum für Filmkritik im Fernsehen geben? Müssen wir neue Formen erfinden, damit populäre wie anspruchsvolle Filmberichterstattung den Weg hinaus findet aus dem Ghetto der späten Sendeplätze?

Teilnehmer:
–          Meinolf Zurhorst, Leiter des Ressorts Spielfilm III / ZDF / ARTE – Mainz
–          Petra Strobl, VIVA, Leiterin „Film ab!“ – Köln
–          Magnus Vortmeyer, Leiter Presse & Marketing Tobis StudioCanal – Berlin
–          Helfried Spitra, Programmbereichsleiter Kultur und Wissenschaft WDR – Köln
–          Wilfried Geldner, Medienkritiker Süddeutsche Zeitung – München

Moderation: Dr. Josef Schnelle (VdF), Filmkritiker WDR – Köln