Neue Marke: Cologne Conference wird Film Festival Cologne

Die Cologne Conference, das Internationale Film- und Fernsehfestival Köln, erhält in diesem Herbst einen neuen Markenauftritt. Kölns größte Medienveranstaltung heißt dann „Film Festival Cologne“. Das Festival, bei dem herausragende Fernseh- und Filmproduktionen mit Seminaren und Werkstattgesprächen kombiniert werden, findet vom 7. bis zum 14. Oktober zum 26. Mal statt. In den vergangenen Jahren waren bei diesem Ereignis Regisseure und SchauspielerInnen von Weltrang wie David Lynch, Lars von Trier, Isabelle Huppert, Michael Winterbottom oder die Gebrüder Dardenne zu Gast.

Zur neuen Marke sagte Lutz Hachmeister, Festivalgründer und – präsident: „Es fällt nicht leicht, ein in der Branche gut eingeführtes Signet zu verändern. Aber im Ausland und auch bei den Kölnern selbst ist mit der Cologne Conference zu häufig ein wissenschaftlicher Kongress verbunden worden“. Die Veranstaltung habe sich aber über die Jahre immer stärker zu einem Publikumsereignis entwickelt: „Man kann und darf deshalb jetzt auch draufschreiben, was drin ist“. Dazu Martina Richter, Festivaldirektorin seit 2004, als Nachfolgerin der heutigen Film- und Medienstiftungs-Chefin Petra Müller: „Wir verstehen Film mehr denn je als Synonym für Bewegtbild, über die einzelnen Medien hinweg. Den Festival-Schwerpunkt mit der Präsentation hochrangiger Fernsehserien und Dokumentarfilme werden wir beibehalten, da haben etablierte Festivals ja eher nachgezogen“. Zur Jubiläumsveranstaltung im letzten Jahr hatte die taz geschrieben: „In den frühen 1990er Jahren war es noch exotisch, TV-Produktionen – vor allem Serien – im Kino zu zeigen. Die Cologne Conference hat erheblich dazu beigetragen, dieses Genre aufzuwerten – und darf sich als Trendsetter fühlen.“

Die Cologne Conference (CoCo) war 1991 zunächst als Teil des Medienforums NRW gegründet worden, von dem sie sich 2007 abkoppelte. 2007 wurde im Rahmen der CoCo auch unter Beteiligung der Stadt Köln und der Film- und Medienstiftung NRW der Filmpreis Köln für Persönlichkeiten, die in herausragender Weise zur Weiterentwicklung der Film- und Mediensprache beigetragen haben, etabliert – mit 25.000 Euro eine der höchstdotierten Auszeichnungen ihrer Art. Im vergangenen Jahr wurden in Köln rund 60 Film- und Fernsehproduktionen gezeigt, mit dem Festivalzentrum im Astor-Kino am Ring. Dazu kommen Werkstattgespräche mit den Preisträgern (u.a. werden noch der TV-Spielfilm-Preis, der Hollywood-Reporter-Award, der phoenix-Preis für Dokumentarfilme und der International Actors Award Cologne verliehen). Bei den Cologne Futures kommen seit fünf Jahren in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom und dem WDR ausgewiesen Wissenschaftler und Prognostiker der Medien- und Technologiezukunft zu Wort. „Es ist diese Mischung, die es für Produzenten, Filmemacher, Schauspieler und Medienmanager attraktiv macht, im Oktober nach Köln zu kommen“, so Martina Richter. „Das schließt einen weiteren Zuwachs an publikumsattraktiver Kino-Prominenz eher nicht aus. Aber das ist natürlich auch eine Budgetfrage, wenn man es seriös machen will. Wir werden deshalb auch unter neuen Flagge mit aller Kraft, aber auf Sicht fahren.“

Der neue Markenauftritt ist von der renommierten Agentur Boros gestaltet worden, unter Beibehaltung der traditionellen Farben Rot und Weiß. Das Film Festival Cologne wird von der Stadt Köln, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie der Film- und Medienstiftung NRW gefördert; hinzu kommen Drittmittel von Fernsehsendern und weiteren Sponsoren. Organisator der Veranstaltung bleibt die Cologne Conference GmbH mit Sitz am Dom.

Die Pressemitteilung als PDF finden sie hier zum download.

Das neue Logo des Film Festival Cologne finden Sie hier zum download.